Oberflächenbearbeitung durch Sandstrahlen / Sandstrahlkabinen
Sandstrahlen ist der Oberbegriff für ein Verfahren zur
Oberflächenbearbeitung von diversen Werkstücken. Den Betriff
„Sandstrahlen“ verwendet man, obwohl heute nicht mehr mit Sand
gestrahlt wird, sondern über 100 verschiedene Strahlmaterialien zur
Verfügung stehen. Heute wird das Strahlmaterial beim Sandstrahlen
nach dem Werkstück und der gewünschten Oberfläche ausgesucht. Zum
Entrosten von Stahlbehältern, Blechen oder Gusselementen kann zum
Sandstrahlen Stahlkies in Schleuderradanlagen und Korund oder
Schlacke in Druckstrahlanlagen verwendet werden.
Diese Strahlmaterialien werden nicht nur nach dem Strahlverfahren,
sondern auch nach der Oberflächenstruktur und der
Wiederverwertbarkeit (Kreislaufsystem) ausgesucht. Bei reinen
Platten oder Profilen, die in hohen Stückzahlen anfallen, ist ein
Stahlkies oder Hartguss, welcher mindestens 200 mal verwendet wird,
sehr wirtschaftlich. Für eine einmalige Verwendung wird Schlacke
benutzt, welche beim Auftreffen auf der Oberfläche platzt, die
Energie abgibt und somit nicht für Kreislaufsysteme geeignet, aber
im Einkauf sehr günstig ist.
Korund hingegen ist ein sehr vielseitiges Strahlmaterial, welches
nur mit dem auftreffenden Ende bricht, aber als Korn bestehen bleibt
und damit ca. 20 Umläufe zur Verfügung stehen. Korund ist ein
beliebtes Strahlmaterial, wenn die Oberfläche nicht zu stark
deformiert, abgetragen oder verändert werden soll und ein
Durchstrahleffekt notwendig ist.
Das Sandstrahlen wird aber nicht nur zum Entrosten genutzt. Beim
Mattieren, Satinieren, Entgraten, Verrunden, Entzundern, Entlacken,
Aufrauhen etc. wird ebenfalls das Sandstrahlen eingesetzt.
Weitere Informationen zum Thema Sandstrahlen und
Sandstrahlkabinen
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